Meisterhaft lokal - Die Vielseitigkeit des Handwerks Anzeige

Die Vielfalt des Handwerks

Manche Handwerksberufe begegnen uns nahezu täglich, andere eher selten. Wir stellen einige dieser Gewerke vor.

Das Handwerk besticht durch seine Vielseitigkeit: Verschiedenste Werkstoffe und Arbeitsweisen fügen sich beim Blick über die unterschiedlichen Gewerke zu einem großen Gesamtbild zusammen. Ein Teil dieses Gesamtbildes sind dann natürlich auch Handwerksberufe, die man in der ersten Überlegung vielleicht nicht sofort im Kopf hat – die allesamt aber auf eine lange Tradition zurückblicken und auch dieser Tage noch gefragt sind.Uhrmacher: Eine ruhige Hand ist hier Trumpf, denn als Uhrmacher kommt es auf Präzision an. Das Arbeitsfeld ist die Vielfalt der Zeitmessgeräte – in allen Formen und Größen. Von Chronometern und Chronographen als mechanische Uhren, über Quarzuhren mit integrierten Schaltkreisen, bis hin zu elektrischen Schaltuhren sowie der modernen Technologie der Funkuhren ist die gesamte Bandbreite abgedeckt. Das reicht dann von der kleinen Taschenuhr bis hin zur großen Kirchturmuhr.

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Sie alle erfordern bei Wartung und Reparatur ein großes Wissen rund um die verschiedenen Technologien, die der jeweiligen Uhr zugrunde liegen, und natürlich ein präzises Arbeiten. Denn hier muss im wahrsten Sinne des Wortes oftmals ein Zahnrad in das andere greifen. In Millimeterarbeit entstehen technische Kunstwerke, die dann zuverlässig die Zeit anzeigen.

Gefragt ist diese Handwerkskunst auch heute noch, insbesondere bei hochwertigen Armbanduhren, aber auch bei geliebten Erbstücken bis hin zur Standuhr.

Sattler:

Insbesondere die Welt der Mobilität ist das Betätigungsfeld des Sattlerhandwerks. Hier verrät der Name schon eine der wichtigsten Säulen des Gewerkes: das Anfertigen von Reitsatteln. Die Reitsportsattlerei ist heute von drei möglichen Fachrichtungen innerhalb des Gewerks. Denn auch heute ist die Begeisterung für den Pferdesport groß, auch wenn das Pferd in Sachen Mobilität längst abgelöst wurde. Und das führt dann direkt zum zweiten Schwerpunkt: der Fahrzeugsattlerei. Ob Verdecke für Cabrios oder neue Sitze für den geliebten Oldtimer, die Arbeit der Sattler ist unter Freunden des Automobils gefragt. Komplettiert wird das Handwerk durch die dritte Säule: die Feintäschnerei. Auch hier verrät der Name schon das Betätigungsfeld, denn es geht um Taschen und Koffer aller Art.

Stuckateure:

Die Vielseitigkeit ist das Markenzeichen des Stuckateurhandwerks. Denn heutzutage ist das Traditionshandwerk ein Sammelbecken für die verschiedensten Aufgaben rund um Wände, Fassaden und Fußböden. Das beginnt bei der Herstellung und Sanierung von Innen- und Außenputzen und geht weiter über moderne Beschichtungstechniken, bis hin zu nahezu allen Tätigkeiten des traditionellen sowie modernen Innenausbaus – insbesondere dem Trockenbau aber auch Brandschutz. Durch Handwerkskunst erhalten Räume eine vollkommen neue Wirkung und in Ansprache mit den Kundenwünschen eine individuelle Note.

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Allerdings sind es längst nicht nur Neubauten, in denen Stuckateure tätig werden, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Denkmälern und historischer Bausubstanz. Hier werden nach klassischen Methoden die Kunstwerke von damals für die Zukunft erhalten. Neben Kreativität erfordert das Handwerk daher dann auch ein großes Wissen rund um die modernen und althergebrachten Techniken, die verschiedenen Materialien und Oberflächen.

Buchbinder und Buchdrucker:

In Zeiten von Massenproduktion und Digitalisierung wirkt das Handwerk beim ersten Blick aus der Zeit gefallen, doch die Wahrheit könnten nicht weiter entfernt sein. Denn das Buchbinder- und Buchdruckerhandwerk ist auch heute noch gefragt und ein hoch spezialisiertes Arbeitsumfeld.

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Bei den Buchbindern geht es insbesondere um zwei Schwerpunkte, einer davon ist die Anfertigung von Einzelexemplaren. Dazu zählen dann beispielsweise Zeitschriftensammlungen für Verlage oder auch Doktorarbeiten, die gebunden werden.

Hier kommen gerne auch gestalterische Anforderungen hinzu, etwa beim Gestalten des Einbandes. Der zweite Schwerpunkt ist die Restauration historischer oder auch beschädigter Werke. Denn Papier ist ein vergänglicher Werkstoff und der Zahn der Zeit nagt daher auch an Büchern. Hier gilt es, entweder die Schäden zu beseitigen oder die Werke für die weitere Aufbewahrung zu präparieren. Handwerkliches Geschick und das nötige Fachwissen bewahren Historisches für die Zukunft.

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Buchdrucker werden ebenso noch immer benötigt, auch wenn es im Arbeitsalltag seltener um Bücher geht. Vor dem Hintergrund der modernen Massenproduktion im Buchsektor sind es hier eher die Spezialaufträge, die weiterhin gefragt sind. Dazu zählen dann etwa Briefbögen oder auch hochwertige Werke in geringer Stückzahl.

Schneidwerkzeugmechaniker:

Bekannt ist das Handwerk nur den wenigsten Menschen, dabei hat es eine lange Tradition und ist auch dieser Tage noch immer stark gefragt. Denn die Zahl der verschiedenen Schneidwerkzeuge ist groß und in vielen Bereichen benötigt man Spezialisten, um sie jederzeit scharf und einsatzbereit zu haben.

Unterteilen lässt sich das Tätigkeitsfeld in drei Bereiche. Zum einen sind es klassische Messer, insbesondere hochwertige Küchenmesser. Ob Profi- oder ambitionierter Hobbykoch, viele Menschen haben ein Interesse daran, diese Küchenutensilien stets scharf zu halten und vertrauen in dieser Hinsicht auf das Fachwissen der Handwerksexperten. Ein zweiter Bereich sind Motorwerkzeuge wie Rasenmäher, Kettensägen oder Heckenscheren, bei denen scharfe Schneiden wichtig sind. Zu guter Letzt kommt dann der Industriebereich hinzu, bei dem Stanzen oder auch feststehende Messer der Pflege bedürfen.

Je nach Anwendungsbereich ist das Handwerk daher auch mal pure Handarbeit, bei der man mit Fingerspitzengefühl die gewünschte Schärfe schleift, und mal computergesteuerte Maschinenarbeit, die auf den tausendstel Millimeter genau arbeitet.

Mehr Informationen zu den Gewerken, den Karrierechancen und auch zu Betrieben sowie Ansprechpartnern gibt es online unter www.handwerk.de